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Tibor Csizmadia

Royalty@Night -Veranstaltung und das ISV- Royalty -Programm

Ich vergaß ganz letzte Woche meine Eindrücke zu der Veranstaltung „Die Vermarktung von SQL Server 2005 im ISV Royalty-Lizenzprogramm (Royalty@Night)  “bei Microsoft in Neuss zu schreiben. Aufgrund geringer Teilnehmerzahl war es dann auch eine recht gemütliche Veranstaltung, nicht mehr als 5-6 Unternehmen schienen sich für das Thema zu interessieren. Ich frage mich ob es ein gutes Zeichen ist oder ehr ein schlechtes. Bedeutet es nun das es in Deutschland so wenige ISV (Independent Software Vendor, sprich Softwarehersteller) gibt, oder hierzulande einfach keine Software produziert wird? Natürlich ist das Thema Lizenzierung von Microsoft Software nicht gerade eins der spannendsten, wobei ein Einkäufer oder ein Geschäftsführer sollte sich schon einmal die Frage stellen, ob man seinen Einkauf von Lizenzen nicht optimieren kann.

Auch aus diesem Grund wollte ich mir die Veranstaltung anschauen, um ggf. nach neuen Beschaffunsgwegen zu forschen. Mein Ansatz ist dabei immer schon gewesen, das wir als ISV eine Menge für Microsoft tun, da ohne die Lösungen hätte sich ein Betriebsystem Windows nicht so verbreitet. Um so ärgerlicher war es in der Vergangenheit, das man keine Möglichkeit bekommen hatte entsprechend seines Status von Microsoft direkt zu kaufen.

Diesen Umstand soll das ISV- Royalty Programm beheben (es gab in der Vergangenheit schon dieses Programm nur mit etwas anderen Bedingungen), so dass man sich zu einem Mindestumsatz und einer Laufzeit verpflichtet und erhält dann entsprechende Lizenzen zu einem durchaus viel günstigeren Preis als im Laden oder über entsprechend OPEN oder SELECT Verträge.

Das klingt erstmal ganz gut, allerdings sehe ich auch einige Probleme.

Einmal sind nicht alle Produkte in diesem Royalty Programm, so stehen z.B. Betriebsystem nicht auf der Liste, was ich als Lösungsanbieter aus einer Hand nicht ganz nachvollziehen kann. Da ich dem Kunden ein komplett Angebot unterbreite ggf. noch mit Hardware.

Auf der anderen Seite benutzen wir für unsere Lösung den Microsoft SQL Server der mittlerweile ja schon (fast) Betriebsystem – Status erfahren hat, weil sehr viele Produkte von Microsoft den Server auch nutzen. Somit ist die Runtime-Lizenz aus dem Roality Programm nicht ganz so interessant, da diese dann lizenztechnisch auf eine Lösung beschränkt ist. D.h. Sollte ich einmal einen Kunden die Runtime-Lizenz des SQL Servers als Vollversion angeboten haben und der Kunde möchte dann noch zusätzlich eine andere Applikation mit dieser SQL-Instanz laufen lassen, ist es lizenztechnisch (und ob es auch technisch nicht geht weiß ich nicht) nicht erlaubt. Somit würde der Kunde verärgert sein und ich mit meinem Angebot schon wieder gar nicht so gut dastehen. Somit bleibt nur die Vollversion des SQL-Servers zu nehmen und da schwindet schon wieder meine neu gewonnen Marge, die ich aus dem Royalty Programm erhofft hatte.

Somit ist die Aussage eines Referenten schon ganz hilfreich gewesen; wenn man sich nur auf die SQL-Lizenz aus dem Royalty Programm stützt, wird man den Mindestumsatz kaum erreichen.

Ein Trostpflaster gibt es allerdings noch, in Zukunft soll auch der Microsoft Small Business-Server 2003 in das Programm aufgenommen werden.

 Attachment: ISV.jpg (15599 bytes)

 

Published Dez 04 2006, 08:13 by Tibor Csizmadia
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